Bei der Kommunalwahl am 13.9. haben die Bonnerinnen und Bonner eine klare Entscheidung getroffen: 38 der 66 Sitze im Bonner Stadtrat erhielten Parteien, die für eine soziale und ökologische Politik eintreten. Im Stadtrat haben die Verkehrswende, der Bau preisgünstiger Wohnungen, der Kampf gegen Kinderarmut, mehr Bürgerbeteiligung und andere vernachlässigte Themen eine klare Mehrheit.

Aus dem CDU-Hinterzimmer droht eine Blockade des Wechsels in Bonn. Denn der Stadtrat ist darauf angewiesen, dass die Stadtverwaltung seine Beschlüsse auch konstruktiv umsetzt. Die CDU hat aber rücksichtslos fast alle Spitzenpositionen mit Parteifreunden und Nahestehenden besetzt: Viele Amtsleiter der Stadt haben das CDU-Parteibuch, Stadtkämmerin (Finanzministerin) und Chef der Stadtwerke sind auf CDU-Ticket ins Amt gekommen. Auch der Stadtdirektor, stellvertretender Leiter der Verwaltung, ist bekennender CDU-Mann.

Mit Katja Dörner als Oberbürgermeisterin stünde an der Spitze der Stadtverwaltung jemand, die den von den Bonnerinnen und Bonnern gewählten Wechsel konsequent durchsetzen würde. Wenn der amtierende Oberbürgermeister dagegen eine weitere Amtszeit bekäme, würde das CDU-Hinterzimmer und nicht der gewählte Stadtrat bestimmen, wie es in Bonn weitergeht.